Sarah Kuttner: Mängelexemplar

buchcover
Da lebt eine End-zwanzigerin mit Ihrem Freund und einem stressigen Job nebeneinander her. Der Streit und Stress ist nach Jahren mehr als die Liebe und alles was die Beziehung zusammehält ist der Kleber “Gewohnheit” Irgendwann zerbricht die Beziehung und sie verliert den Job, worauf ihre 5-Säulen Welt stark ins Wanken kommt und sie Hilfe braucht. Die sie in Form von Therapie und Tabletten auch bekommt. Sie lernt einen anderen Psycho kennen der sich nicht verlieben kann um anschließend mit ihrem Arbeitskollegen anzubandeln,dem Max. Der Mann mit Verständnis und der Schulter an der sie sich ausheulen kann. So könnte man das Buch von Sarah Kuttner beschreiben, aber man würde es damit wenig würdigen, wenn auch die Geschichte genau so läuft und man sie verkürzt in den Klappentext schreiben müsste. Aber man soll ja Bücher nicht wegen seinem Klappentext kaufen, sondern wegen dem Inhalt und der ist kurzweilig, aufschlussreich und interessant geschrieben – vielleicht ab und zu etwas zu sehr am Weltende, aber gut. Sarah Kuttner beschreibt das Leben der neuen Generation. Von einer selbstbewussten Frau die durchs Leben muss weil sie es will. Von Ängsten und das man sich diese eingestehen sollte. Das es nicht cool ist eine schwierige Kindheit gehabt zu haben, aber es ist cool zu verstehen wer man ist und was man will.
Als ich dieses Buch gekauft habe wollte ich es eigentlich verschenken. Aber Doppelgeschenke sind blöd und somit habe ich es selber gelesen. Ich habe es widerwillig geöffnet, weil ich mehr daran dachte das es ein Girly-Buch ist ,das nicht ernst ist und das im Schatten von all den “Fleckenteufeln”, “Feuchtgebieten” und “Bitterfotzen” nur wieder mal ein Buch über schräge Phantasien von Autoren ist die meinen eine Generation über ein Kamm zu beschreiben. Aber ich habe es gelesen und muss mich selber revidieren. Ich behaupte jeder kann sich ein Stückchen in Caro Hermann versetzen und hat Berührungspunkte mit der Figur. In Leben, Gedanken, Problemen oder vielleicht auch von allem ein bisschen.
Man sollte das Buch nicht gerade lesen wenn man selber gerade an der Existenz zweifelt, Antidepressiva nimmt oder unzufrieden mit sich und der Welt ist. Es ist auch nicht ratsam sich darin selber zu suchen. Aber ähnlich wie bei einem Unfall auf der Autobahn bei dem wir zwangsläufig hingucken ,weil unser Bewusstsein und schärfen will und vor Augen führt was passieren könnte, so ist es auch mit diesem Buch.
Lustig geschrieben mit ein bisschen viel schwarz und weiß und dafür vielleicht ein bisschen zu wenig grau. Aber auf alle Fälle gut!
edit:
und so sieht es….
Frau Bader vom Fokus / Lovelybooks /

Dienstag, 21. April 2009 12:34
Fand ich auch
Dienstag, 21. April 2009 12:41
schon gelesen? Also lesen tut sich das im VIVA/MTV Slang ja gut und lustig. Aber wie gesagt störend und damit ein paar Abstriche machen die vielen “ich bin kurz vorm Tod – zum himmel hoch jauchzend” Sprünge im Buch.
Dienstag, 21. April 2009 17:03
Jap, schon gelesen, für gut befunden und gleich auf der Buchmesse gekauft, als ich Frau Kuttner zufällig dort traf. Also ich mag gerade dieses himmelhochjauchzendzutodebetrübt – vielleicht aber auch nur, weil ich auch so bin
Dienstag, 21. April 2009 23:39
kann schon sein,aber ein bisschen mehr grau hätte mir persönlich mehr gefallen. denn es stürzt immer gleich alles ein bei ihr. aber vielleicht mag ich das nicht, weil ich es bei mir auch nicht mag…