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Top 5 zum Valentinstag

Sonntag, 14. Februar 2010 14:12

1. Gibts schon ewig in Deutschland!
Stimmt nicht! US Soldaten brachten das im zweiten Weltkrieg aus den USA mit und die hatten das von englischen/irischen Einwanderern.

2. Ist überall am 14.Februar
Nö! BrasilianerInnen feiern das am 12.Juni. Die haben ja auch Karneval im Februar, wer braucht da Blumen um jemand “kennen zu lernen” #knickknack
Japanerinnen schenken Schoki am 14.02. und der Angebetete kann am 14.03. antworten oder auch nicht. Solange kann ER ja noch mal nach Rio fliegen.

3. Herr Valentin war Blumenverkäufer
Auch falsch! Er war ein Christlicher im 3. Jahrhundert der heimlich Liebespaare getraut hat und Blumen hat er ihnen geschenkt. Soweit kein Problem, wenn das der römische Kaiser nicht verboten hätte. Ein Robin Hood der Liebe, der Valentin von Terni, hat ja auch den Kopf hingehalten – Hinrichtung 14.02. 269!

4. Aber Blumenhändler freuen sich am meisten!
Stimmt! In der “Valentinswoche” werden nach Angaben der Augsburger Allgemeinen 110 Millionen Euro für Blumen ausgegeben! Wenn eine Rose also 2 Euro kostet im Durchschnitt in der Woche, dann sind das 55 Millionen Rosen die verschenkt werden. Rosenzüchter sollten sich also mit den Blumenhändlern freuen.

5. Männer haben viel weniger Ideen als Frauen
Falsch, siehe Bild!
78.200 Suchtreffer für “Valentinstag geschenk für Männer”! tzttzttzzzzz

Thema: nur mal so, sinnlos aber schön | | Kommentare (0) | Autor: twister

Ich will nicht,dass ihr weint

Sonntag, 7. Dezember 2008 19:34

Buchcover BOD Verlag

Buchcover BOD Verlag

Meinen ausgeprägten Zwang Bücher zu kaufen ist ja bekannt, ab und an bekomm ich auch mal eins geschenkt. So wie das Buch vom BOD Verlag, einem Verlag bei dem jeder zum Autor werden kann. Und nur so kam ich zu einer Abschrift eines Krankheitsverlaufs das mir den Schauer über meinen Rücken laufen ließ. Zugegeben das Buch ist nicht von einem Profischreiber, es ist nicht besonders dick (155 Seiten) und die Autoren Jennifer Cranen schreibt wie ihr der Mund gewachsen ist. Aber genau das macht dieses Buch zu einem Gänsehautbringer! Da lebt eine 16 jährige in den Tag, bekommt immer öfter Halsschmerzen und dann die Diagnose: Krebs! Auf den weiteren Seiten beschreibt sie den Alltag, die Nebenwirkungen der Therapien und die Hoffnungen die sie sich macht. Davon das Freunde gehen und andere kommen auch in der Krankheit. Sie beschreibt den Aufwand der Familien, die Rücksichtnahme und das Leben mit der Krankheit. Das Buch gibt einen einzigen Grund zu hoffen. Und so erwischte ich mich dabei zu hoffen, zu hoffen das Jennifer ihre Krankheit besiegt obwohl bereits im Vorwort die Antwort darauf steht. Das schon spiegelt wider das es auch dem Verleger nicht um ein Buch ging dessen Ende wie ein Film aufgebaut sein soll,sondern ein aus dem Leben gegriffenes Berichterstatten – dessen Ende kein Happy End ist und nur zeigt wie vergänglich das Leben sein kann.

Gegen Ende des Buches kommt es zu einem Bruch im Buch. Denn nicht die Autorin selbst sondern ihre Schwester schreibt die letzten Seiten des Buches. Weil der gesundheitliche Zustand von Jennifer in den Wochen schlechter wurde. Die letzte Seite, die mit “Nachwort” überschrieben ist und wohl eines der letzten Fotos von Jenni vom Oktober 2004 zeigt wurde von ihrer Mutter verfasst, deren Stärke mich in dem kompletten Buch faszinierte. Am 16. November 2004 starb Jennifer Cranen nach einem langen und optimistisch geführten Kampf gegen eine Krankheit die übermächtig erscheint in diesem Buch. Und zuletzt kommen keine guten Ratschläge oder Dankesreden,Jennifer Cranen hat im Alter von 16 Jahren nach einem Qualen-Marathon folgendes als Abschied diktiert:

Ich will nicht, dass ihr weint und um mich trauert, sondern mit einem Glas Sekt darauf anstoßt, dass ich nun endlich alles überstanden haben und keine Schmerzen mehr ertragen muss. Denkt nur daran, dass es mir gut geht, und vergesst das Trauern!

-Quelle:Jennifer Cranen, ich will nicht,dass ihr weint-

Diese abschließende Nachricht lese ich immer wieder. Es ist Wahnsinn wie sehr einem die Krankheit zusetzt und wie viel Kraft man braucht. Ich habe beim Lesen eines Buches noch nie so mitgelitten wie mit Jennifer Cranen. Und mit dem ersten Lesen dieses Abschieds standen mir ehrlich gesagt die Tränen in den Augen!

Fazit: Ein Buch dessen Thema mitterweile so gesellschaftlich ist das man die Grausamkeit dabei verharmlost. Jennifer schreibt einfach, verrennt sich nicht in den Fragen warum sie getroffen wurde, warum sie so bestraft wurde sondern nimmt den Kampf auf. Gerade deswegen berührt es, dass Jenni den Kampf nicht am Ende doch verliert.

Jennys Webseite: www.crazyjenni.de
Jennys Webseite über die Krankheit: www.crazyjenni.de/meinekrebspage
Jennys Gedenkseite: www.crazyjenni.de/jennis_gedenkseite

Thema: politik & presse | | Kommentare (3) | Autor: twister

Szene der Woche [für mich]

Freitag, 25. Januar 2008 18:28

Gestern Abend, auf dem nach Hause Weg vom einkaufen mit dem Auto.

An der Ampel die gerade rot war guckte ich so in der Weltgeschichte rum als ich neben mir eine Szene bemerkte die mich zweifeln ließ. Eine alte Frau, ich würde sagen eine würdige ältere Rentnerin steigt aus der Straßenbahn aus. Sie rückt sich die Jacke im Licht der Bahn zurecht und geht langsam rechts die Haltestelle entlang – die Bahn fährt ab. Vor ihr ein sehr ungepflegter Mann mittleren Alters zu dem man getrost Assi sagen kann, weil er offensichtlich einer war. Auf dem Rücken trug er einen alten Rucksack, in schwarz, total dreckig und speckig. An hatte er eine alte Jogginghose und eine zu große Jacke. In der Hand hielt er eine Bierflasche. Er trank den Rest aus der Flasche, setzte die Flasche gerade an um sie in dem von ihm vielleicht 3 Metern entfernten steinernen Papierkorb zu schmeißen. Ihm war scheinbar die Mühe zu groß die Flasche noch quer durch die Stadt zu tragen um sie dann gegen das viel zu wenige Pfandgeld zurück zu tauschen .Und wie er so ausholte tippte ihn die alte Frau an und fragte ob sie seine leere Flasche denn haben könne. Der ungepflegte Mann gab ihr die Flasche und die alte Frau verschwand von der Haltestelle mit einem lächeln und der leeren Flasche die 8 cent wert war. Kurz bevor sie die Straße überquerte versicherte sie sich mit einem Blick zurück in den Mülleimer ob nicht noch eine Flasche darin lag. Tat es aber nicht. Und so zog sie davon.

 

Die Szene ist wirklich 1:1 nach geschrieben, ohne jegliche Fantasien des Autors. Als ich die Szene gesehen hatte wurde es grün und ich konnte mich nicht weiter damit beschäftigen. Aber so im Nachhinein kam mir nur ein Gedanke oder besser eine Frage. Was ist jetzt schlimmer: Hartz IV oder das Leben als Rentner in Deutschland?

Thema: dailyblog, tiefgang | | Kommentare (0) | Autor: twister