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Simon Beckett: Obsession

Mittwoch, 8. Juli 2009 20:22

Buch Cover

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Das erste Mal von Simon Beckett habe ich in einem Buch von Stephen King aka Richard Bachmann gelesen. Im Buch “Qual” das neu aufgelegt wurde, verriet King Beckett als “Star der Szene”, das machte mich neugierig. In den Bestsellerlisten des Spiegel Rankings fand man ständig Bücher von Beckett, also griff ich zu “Obsession”.

Ein Buch das auf den ersten Blick nicht auffällt. Obession, was bedeutet das? Die Bedeutung im Zusammenhang mit dem Buchtitel erfährt man nach und nach in dem Roman selber. Dabei geht es um einen Mann, verheiratet,einen Stiefsohn – Jacob. Bei Jacob wird Autismus diagnostiziert, seine Frau Sarah stirbt unerwartet und beim “aufräumen” entdeckt Ben komische Zeitungsartikel von dem Tag an dem Jacob geboren ist, die Reise durch das Rechtssystem Englands beginnt. Jacob wurde als Baby entführt von Sarah und Ben findet seinen richtigen Vater. Der ist aber ebenfalls nicht ganz so normal wie man glaubt und bald zweifelt Ben an der Richtigkeit seiner Entscheidung Jacob, der eigentlich Steven heißt, seinem leiblichen Vater zurück zu geben. Das Spiel nimmt seinen Lauf.

Die schreibweise von Beckett ist kurzweilig und nicht zu ausgeschmückt. Zurecht nennt ihn S.King einen der Besten in diesem Genre. Obsession ist spannend und aufmerksam geschrieben, selbst bei den Details der Nebensächlichkeiten kann man sich lebhafte Bilder machen und nimmt an Bens Leben teil.

Fazit: Ein Buch das man lesen MUSS, wenn man spannende Geschichten ohne Aliens und Seen voll mit Blut und Tot liebt. Kein Mord und Totschlag und doch spannend, man kann es fast nicht aus der Hand legen. UND es macht Lust auf mehr

Simon Beckett
Beckett arbeitete als Hausmeister, Immobilienhändler, Lehrer und Schlagzeuger bevor er sich nur noch dem Schreiben widmete. Als gelernter Journalist schrieb er für “The Times”, “The Independent on Sunday”, “The Telegraph” und andere. Der 1968 in Sheffield geborene Autor erweiterte seinen Horizonz in Tennessee/USA wo er bei der polizeilichen Arbeit mit Schwerpunkt Verwesungsprozesse.
Beckett wohnt mit seiner Frau Hilary nach wie vor in Sheffield.

weitere Werke:

  • kalte Asche
  • Die Chemie des Todes
  • Leichenblässe

Thema: politik & presse | | Kommentare (1) | Autor: twister

Sarah Kuttner: Mängelexemplar

Dienstag, 21. April 2009 12:31

buchcover

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Da lebt eine End-zwanzigerin mit Ihrem Freund und einem stressigen Job nebeneinander her. Der Streit und Stress ist nach Jahren mehr als die Liebe und alles was die Beziehung zusammehält ist der Kleber “Gewohnheit” Irgendwann zerbricht die Beziehung und sie verliert den Job, worauf ihre 5-Säulen Welt stark ins Wanken kommt und sie Hilfe braucht. Die sie in Form von Therapie und Tabletten auch bekommt. Sie lernt einen anderen Psycho kennen der sich nicht verlieben kann um anschließend mit ihrem Arbeitskollegen anzubandeln,dem Max. Der Mann mit Verständnis und der Schulter an der sie sich ausheulen kann. So könnte man das Buch von Sarah Kuttner beschreiben, aber man würde es damit wenig würdigen, wenn auch die Geschichte genau so läuft und man sie verkürzt in den Klappentext schreiben müsste. Aber man soll ja Bücher nicht wegen seinem Klappentext kaufen, sondern wegen dem Inhalt und der ist kurzweilig, aufschlussreich und interessant geschrieben – vielleicht ab und zu etwas zu sehr am Weltende, aber gut. Sarah Kuttner beschreibt das Leben der neuen Generation. Von einer selbstbewussten Frau die durchs Leben muss weil sie es will. Von Ängsten und das man sich diese eingestehen sollte. Das es nicht cool ist eine schwierige Kindheit gehabt zu haben, aber es ist cool zu verstehen wer man ist und was man will.

Als ich dieses Buch gekauft habe wollte ich es eigentlich verschenken. Aber Doppelgeschenke sind blöd und somit habe ich es selber gelesen. Ich habe es widerwillig geöffnet, weil ich mehr daran dachte das es ein Girly-Buch ist ,das nicht ernst ist und das im Schatten von all den “Fleckenteufeln”, “Feuchtgebieten” und “Bitterfotzen” nur wieder mal ein Buch über schräge Phantasien von Autoren ist die meinen eine Generation über ein Kamm zu beschreiben. Aber ich habe es gelesen und muss mich selber revidieren. Ich behaupte jeder kann sich ein Stückchen in Caro Hermann versetzen und hat Berührungspunkte mit der Figur. In Leben, Gedanken, Problemen oder vielleicht auch von allem ein bisschen.

Man sollte das Buch nicht gerade lesen wenn man selber gerade an der Existenz zweifelt, Antidepressiva nimmt oder unzufrieden mit sich und der Welt ist. Es ist auch nicht ratsam sich darin selber zu suchen. Aber ähnlich wie bei einem Unfall auf der Autobahn bei dem wir zwangsläufig hingucken ,weil unser Bewusstsein und schärfen will und vor Augen führt was passieren könnte, so ist es auch mit diesem Buch.

Lustig geschrieben mit ein bisschen viel schwarz und weiß und dafür vielleicht ein bisschen zu wenig grau. Aber auf alle Fälle gut!

edit:
und so sieht es….
Frau Bader vom Fokus / Lovelybooks /

Thema: politik & presse | | Kommentare (4) | Autor: twister